Projekt in Buenos Aires

San Telmo – Buenos Aires – Projekte

Endlich Internet!, wenn auch nicht in meinem Zimmer, so doch in dem kleinem Hotel, in dem ich seit zwei Wochen wohne. Hier kann ich im gemütlichen Wein umrankten Innenhof sitzen und ohne lästige Nebengeräusche schreiben.

Sieben Monate habe ich in Budge gewohnt und gearbeitet. Die Arbeit entsprach nicht meinen Wünschen und Vorstellungen, die ich hatte. Neben dem „Kunstunterricht“ mit den Kindern, gab es kaum etwas, was funktionierte und unterrichten wollte ich in diesem Jahr wirklich nicht.

Ich versuchte die Frauen zu motivieren zusammen Handarbeiten zu machen und zu malen, aber entweder sind sie zu beschäftigt oder es ist einfach nicht üblich als Frau etwas mit anderen außerhalb des Hauses zu machen.

Mein Versuch mit den Bewohnern des Campos aufzuräumen und Flaschen zu recyceln scheiterte auch, obwohl es Geld einbrachte. Allerdings machten die Kinder beim Flaschensammeln wieder gern mit und gingen stolz mit ihrem verdienten Geld nach Hause.

Ich hatte allerdings den Eindruck, dass diese Arbeit von meinem Ansprechpartner nicht gern gesehen war. Die Diskussion war schwierig, klare direkte Antworten auf meine Fragen bekam ich nicht.

Da ich noch einen Spanischkurs für Ausländer an Universität von Buenos Aires machen wollte und

den letzten Monat verreisen wollte, entschloss ich mich im März ins Zentrum zu ziehen und meine Arbeit im Barrio zu beenden.

Allerdings betreute ich noch ein Hüttenbauprojekt und dank der großzügigen Spenden, kann ich noch ein weiteres Projekt starten. Ich fahre jetzt meistens am Wochenende zur Arbeit ins Barrio und auch schon mal nach meinem Sprachkurs.

Hüttenbau für Julia

Gemeinsames Kochen und Essen gehörte gehörte natürlich mit zur Arbeit.

In fünf Tagen war die Hütte fertig. Ich durfte nicht mitarbeiten, der Hammer wurde mir förmlich aus der Hand gerissen.

Bei der Arbeit ohne Wasserwaage und und messen per Augenmaß viel mir das Zusehen besonders schwer.

Auch wenn ich einiges anders gemacht hätte, ist das Häuschen ganz stabil und die rot leuchtenden Astlöcher

faszinierten mich,

Am letzen Tag feierten wir mit bei einem Asado. Julia und ihre Kinder, müde aber zufrieden.

Das neue Projekt

wird ein Anbau an die Hütte von Diana und Ihrer Familie.

Diana und ihrer Mutter, Julia, mit ihren kleinen Kindern vor der alten Wellblechhütte.

Leo, der Mann von Diana mit seiner Tochter.

Dass die eigenen Kinder und Enkelkinder im gleichen Alter sind ist keine Seltenheit.

Ich freue mich über weitere Spenden:

Spendenkonto: Jesuitenmisson, Liga Bank, BLZ 750 903 00, Konto 5115582, Verwendungszweck: „X38114 Wollny Maria“

Iguazu

Meine erste Reise nach Iguazu und Esteros de Iberá

Ein anderes Jahr

Seit langen habe ich den Wunsch meine Alltagsroutine zu verlassen und für einige Zeit ins Ausland zu gehen.Jetzt ist es bald so weit!

Zuerst wollte ich nur reisen. Doch dann wurde es für mich wichtig irgendwo „anzukommen“, Land und Leute kennen zu lernen, neue Erfahrungen zu machen und zu arbeiten. Deshalb bewarb ich mich bei „jesuiten weltweit“ für ein Projekt in Südamerika. Dass ich jetzt ausgerechnet nach Buenos Aires komme, welches ich schon ein bisschen kenne, ist Zufall. Die Tätigkeit in meinem Einsatzort entspricht meinem Wunsch, möglichst nicht zu unterrichten, sondern etwas Praktisches, Handwerkliches zu machen. Ich werde im Stadtteil Ingeniero Budge in einem Slum arbeiten. Zu meinen Aufgaben im Rahmen des Projekts gehört es z.B., Hütten zu reparieren, für den Bau von Abwassergräben  zu sorgen oder Kunstprojekte für Jugendliche zu organisiere. Meine Ansprechpartner vor Ort sind zwei Padres, zu deren Gemeinde der Slum gehört.


Mehr Informationen zur Organisation: http://www.jesuitenmission.de/

Berichte der Freiwilligen : http://www.jesuit-volunteers-blog.de/

Spendenkonto: Jesuitenmisson, Liga Bank, BLZ 750 903 00, Konto 5115582, Verwendungszweck: „X38114 Wollny Maria“

Die Fotos sind von der Andrea Rees, die bis Dezember dort gearbeitet hat.

Ab August könnt ihr mich hier nach Buenos Aires begleiten.